Jakob Michael Reinhold Lenz
Die Soldaten


Im Frühjahr 2015 zeigte die Lichtbühne das Drama "Die Soldaten" von Jakob Michael Reinhold Lenz und bearbeitete das Thema aus der heutigen Perspektive.

Im Kontext eines Krieges und anhand der Verstrickungen der Figuren - diese repräsentieren neben dem Stand der Soldaten verschiedene Berufe wie Bankier, Personaldienstleister, Politiker - will das Ensemble kritisch zeigen, dass diese Arbeitswelt zusehends durch die Alleinherrschaft des Kapitals charakterisiert ist und dass ihre Protagonisten immer mehr auf Gewinnmaximierung aus sind.

Regisseur Maximilian Sachsse inszeniert ein sinnlich erlebbares Gedankenexperiment, das deutlich macht: Hinter jedem Krieg standen und stehen überwiegend wirtschaftliche Interessen; der Kriegszustand diente und dient einzig dem Streben nach Profit. Der Mensch und das (Zwischen-)Menschliche treten in dieser Extremsituation klar in den Hintergrund. Insbesondere die Kriegsflüchtlinge geraten in eine überaus prekäre Lage, während sich die Bevölkerung des "aufnehmenden" Landes mit ko-existenziellen Konflikten konfrontiert sieht.

Die Lichtbühne möchte mit diesem Projekt alle Schichten und Altersklassen ansprechen. Fakt ist: Die Arbeitswelt verändert sich radikal, und der Mensch gerät dabei immer mehr ins Hintertreffen. Diese Tatsache geht jeden etwas an - egal, ob es den Bäcker um die Ecke trifft oder die Grundschullehrerin oder eben die Soldaten. Kriege und ihre unmittelbaren Folgen sind omnipräsent. Das wird vor allem über das Alltagsschicksal der Flüchtlinge sichtbar und spürbar.

Und das sagt die Presse:

Hier zum Artikel von Theaterkritiken.com und hier zum Artikel auf Kultamour