Novecento - die Legende vom Ozeanpianisten

von Alessandro Baricco

AUFFÜHRUNG:
Do./Fr./Sa./So., 22./23./24./25. Juni 2017

Deutsch von Karin Krieger

Regie: Kerstin Weiler
Schauspieler: Guido Verstegen
Bühne/Kostüm: Anja Callam
Technik: Michael Böckling
Musik: Wanja Belaga

Seine Kollegen sind alle auf Landgang, als der Matrose Danny Boodmann eines Morgens im luxuriösen Ballsaal des Ozeandampfers „Virginian“ einen Pappkarton entdeckt – darin ein ausgesetztes Baby. Noch ahnt keiner, welch seltsames Schicksal dieses Findelkind haben wird, dem die Seeleute den Namen seines Geburtsjahres geben: Novecento, 1900. Aus dem Jungen wird der sagenhafte Ozeanpianist, der mit wundervollen Klängen die Herzen der Passagiere berührt und Zeit seines Lebens nicht mehr von Bord geht.

Die Erzählung hat bis heute nichts von ihrer Bedeutung und Aussagekraft verloren, sie steht in ihrem Kern für die Fragen in uns allen: Wann entscheide ich mich wie für welchen Weg? Was macht für mich ein glückliches Leben aus? Novecento befreit sich aus einem inneren Konflikt, aus seinem persönlichen Dilemma – er trifft seine Entscheidung. Gegen die Welt da draußen („Entsetzlich, aber schön. Zu schön.“) und für die Welt auf dem Schiff („Wünsche gab es auch hier, aber nicht mehr als zwischen einem Bug und einem Heck Platz haben.“).

Der Schauspieler übernimmt in der intelligenten Story die Rolle von Tim Tooney – der Trompeter ist Novecentos Musiker-Kollege und sein einziger Freund. Er erweckt die Geschichte in einer Gratwanderung zwischen Melancholie und lebensklugem Witz zu neuem Leben und lässt uns die Welt aus einer anderen Perspektive sehen.


(Foto: Ralph Malisch)

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